13. Juli 2026

Mandanteninformation Juli 2026

Mandanteninformation für den Monat Juli 2026 zu aktuellen Entscheidungen des Bundesfinanzhofs und sonstigen steuer- sowie arbeitsrechtlichen Fragen - Hier finden Sie die aktuelle Ausgabe der Mandanteninformation als PDF-Download.


UWW Neuigkeiten Teaser

Aktuelle Themen:

  • Lösen zinslose Kaufpreisraten beim privaten Immobilienverkauf steuerpflichtige
    Kapitalerträge aus?
  • Keine doppelte Haushaltsführung bei Nutzung eines Wohnmobils für Unterkunft und
    Familienheimfahrten
  • Kein Werbungskostenabzug für in einem Immobilienkaufvertrag vom Verkäufer
    übernommene Verpflichtung zur Renovierung und zur Mietzahlung
  • Keine nachträgliche Berücksichtigung von Verlusten aus Vermietung nach
    bestandskräftiger Steuerfestsetzung
  • Vorsteuerabzug und Rechnungsanforderungen bei Umbenennung
  • Umsatzsteuer-Sonderprüfungen: 2025 Mehrergebnis von 1,69 Milliarden Euro
  • Änderungen im Vorsteuer-Vergütungsverfahren zum 01.01.2026: Digitale Nachweise
  • Zinssatz von 5,5 % für die schenkungsteuerliche Bewertung lebenslanger Renten
    bestätigt
  • Projekt „Schneller Gründen“ gestartet – Kombiantrag für Gewerbeanmeldung und
    steuerliche Erfassung
  • Änderungsmöglichkeiten eines Steuerbescheides durch das Finanzamt wegen
    Bekanntwerdens neuer Tatsachen
  • Nachweise für die neue E-Auto-Förderung
  • Luftverkehrsteuer wird ab 01.07.2026 gesenkt

Guten Tag,

der Bundesfinanzhof hat seine langjährige Rechtsprechung zur Behandlung von Grundstücksveräußerungen im Privatvermögen unter Vereinbarung zinslos gestundeter Ratenzahlungen geändert.

Ein Wohnmobil ist grundsätzlich für ein „Wohnen am Ort der ersten Tätigkeitsstätte” geeignet. Eine doppelte Haushaltsführung kann aber laut Finanzgericht Baden-Württemberg mangels einer dauerhaft eingerichteten Unterkunft am auswärtigen Arbeitsort nicht begründet werden, wenn der Arbeitnehmer zwar unter der Woche im Wohnmobil am auswärtigen Arbeitsort wohnt, am Wochenende aber regelmäßig jeweils seine Familienheimfahrten mit dem Wohnmobil
durchführt.

Das Finanzgericht Bremen entschied, dass keine Werbungskosten zu Vermietungseinkünften vorliegen, wenn sich der Verkäufer im Kaufvertrag zur Renovierung und Übernahme von Mietzahlungen an den Käufer bis zur Wiedervermietung verpflichtet.

Das Bundesministerium der Finanzen hat in einem aktuellen Schreiben festgelegt, dass im Vorsteuer-Vergütungsverfahren für nicht im Gemeinschaftsgebiet ansässige Unternehmer ab dem 01.01.2026 digitale Nachweise verpflichtend sind.

Der im Bewertungsgesetz festgelegte Zinssatz von 5,5 % zur Ermittlung des Kapitalwerts lebenslänglicher Nutzungen und Leistungen verstößt laut Bundesfinanzhof auch in Zeiten niedriger Marktzinsen nicht gegen Art. 3 Abs. 1 GG.

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Wir beraten Sie gerne.